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(Team Stoltenberg im SC Poppenbüttel) |
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Keine 1.Bundesliga in Hamburg!
Vergangene Woche wurde es schon vereinzelt der Presse mitgeteilt, nun ist die Entscheidung endgültig. Der SC Poppenbüttel wird im wahrscheinlichen Fall einer Meisterschaft in der 2.Bundesliga Nord auf das Aufstiegsrecht ins Oberhaus verzichten.
Hintergrund ist primär das mangelnde Sponsoreninteresse. Erstligatischtennis ist in Hamburg nicht verkaufbar, so lautet das Fazit. Der Start in der Eliteliga wäre nur sinnvoll gewesen mit zwei neuen Spielerinnen. Diese sind nach dem Stand der Dinge nicht finanzierbar, so fasst Manager Mathias Grundei die Situation zusammen.
Das entbindet das Trainerteam Melanie Greil und Jimmie Langham von der Entscheidung, ob es sportlich überhaupt sinnvoll gewesen wäre. Die frühe und so klare Führungsposition des Team Stoltenberg in der Liga kam für alle beteiligten überraschend, aber auch zeitlich ungünstig. So müssen die meisten Akteure kommende Saison eher kürzer treten. Die dänische Nationalspielerin Janne Jensen beispielsweise geht studienbedingt ein Jahr nach Australien, steht dem Team kommende Saison nicht zur Verfügung. Ilse Lindenlaub, die ihren Vertrag um ein Jahr verlängerte, muss im kommenden Jahr eventuell den Trainingsaufwand reduzieren – ebenfalls aus Studiengründen. Afrikameisterin Funke Oshonaike hätte mit Kind und Beruf ebenfalls kaum Möglichkeit, sich den gestiegenen Ansprüchen einer 1.Bundesliga anzupassen.
Trainerin Melanie Greil war gegenüber den Aufstiegsgedanken skeptisch. „Wir schneiden unseren jungen Spielerinnen den Weg ab“, war der berechtigte Einwand, „die können demnächst 2.Bundesliga spielen, aber definitiv keine 1.Liga“.
Diese Überlegungen bestätigt auch Gesamt-Coach Jimmie Langham.
So wird das Team Stoltenberg im kommenden Jahr ein neues Gesicht bekommen. Nord-Meisterin Andrea Bargel wechselt zum Liga-Konkurrenten Anröchte, für sie kommt die neunzehnjährige Marie Ollmer aus Berlin, derzeit Nr.60 der Deutschen Rangliste. Ilse Lindenlaub und Funke Oshonaike haben verlängert, Eigengewächs Bettina Goltermann ihre sportliche Karriere beendet. Für sie rückt vermutlich die Sechzehnjährige Jacqueline Scholz ins Team. Mit einer weiteren jungen Spielerin mit Zweitligastärke wird noch verhandelt; hier fällt die Entscheidung Anfang April.
Damit wird die Mannschaft in der kommenden Saison wohl eher in der unteren Tabellenhälfte zu finden sein.
„Warum sollten wir jetzt noch mal vorne mitspielen wollen? Wenn wir keinen Schritt nach vorne machen können, dann machen wir eben einen zurück“, so kommentiert Jimmie Langham. „Jetzt ist es an der Zeit, unser Konzept ernst zu nehmen und unseren Nachwuchsleuten die Chance zu geben“.
Mit jungen, heißen Spielerinnen gegen den Abstieg – so dass Motto der kommenden Saison.
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Autor: jila
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Artikel
vom 15.03.2004, 09:17 Uhr
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