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Hockey: (Der Club an der Alster)
Damen: Alster – Klipper 3:1 (0:0) - Alster überraschend doch im deutschen Halbfinale, weil Eintracht Braunschweig gegen den Münchner SC mit 1:4 verlor

Mit einem 3:1 über den Lokalrivalen Klipper Hamburg und Dank der Schützenhilfe des Münchner SC, der Eintracht Braunschweig 4:1 besiegte, haben die Frauen vom Club an der Alster doch noch den Sprung in die Endrunde um die deutsche Meisterschaft geschafft. Im Halbfinale in zwei Wochen in Düsseldorf (2. juli, 14 Uhr, www.hockeyDM.de) treffen die Schützlinge von Trainer Jens George auf den Tabellenersten Rot-Weiss Köln.
Ohne ihren Trainer Jens George, der bis zur erlösenden Nachricht per Telefon ziemlich „unentspannt“ den 90. Geburtstag seiner Großmutter feierte, gelang den Frauen vom Club an der Alster noch das Wunder. Nachdem sie vor einer Woche mit gleich zwei Niederlagen scheinbar alle Möglichkeiten aus der Hand gegeben hatten, als Tabellenvierter um den Meisterwimpel zu spielen, gelang nun eher völlig unerwartet doch noch der Einzug in die Meisterschaftsendrunde. „Wir freuen uns riesig, dass sich die Münchner so für uns ins Zeug geschmissen haben“, bedankte sich Co-Trainer Henning von Scholz beim Münchner SC, der die mit zwei Punkten Vorsprung schon so gut wie sicher in der Endrunde geglaubte Eintracht aus Braunschweig doch noch mit 4:1 aus den Play-offs schoss. Lange Zeit sah es bei Alster jedoch nicht danach aus, als wenn sie noch an ihre Chance glauben würden. Jedenfalls kämpften sie eine Halbzeit lang nicht darum. „Kämpferisch“, kritisierte von Scholz, „sah es in der ersten Hälfte nicht so aus, als ob wir in die Endrunde wollten“. Erst nach der Halbzeit nahmen seine Schützlinge das Spiel kämpferisch in ihre Hand. Folge war das 1:0 durch Anneke Böhmert. Bei einer Strafecke traf sie von der Ablegerposition per Schlenzball. Doch die Klipper-Damen, die über weite Strecken der Partie gleichwertig spielten, hielten dagegen. Ebenfalls per Strafecke kamen sie durch Gylla Rau zum Ausgleich. „Das war ein toller Schlag ins Tor“, lobte Klipper-Trainer Markku Slawyk die einhundertprozentige Strafeckenausbeute seiner Mädels. Überhaupt zeigte sich Slawyk sehr angetan von der vor allem kämpferischen Leistung seiner Mannschaft. „Das war ein sehr ausgeglichenes Spiel, vielleicht mit leichten optischen Vorteilen für Alster. Aber alles in allem wäre ein Unentschieden verdient gewesen“, äußerte der 42-Jährige. Dass es nicht zur Punkteteilung kam, hatte Alster vor allem Anneke Böhmert zu verdanken. Mit zwei weiteren Treffern besiegte die ehemalige Klipper-Spielerin ihr altes Team fast im Alleingang. In der 55. Minute war es erneut eine Ablegerecke, die die 24-Jährige verwandeln konnte, in der 68. vollendete sie im Kampf dreier Alster-Spielerinnen gegen Klippers Torfrau. Für Klipper-Trainer Markku Slawyk war der Knackpunkt des Spiels eine zehnminütige Zeitstrafe, die sein zentrales Mittelfeld Gylla Rau wegen Meckerns aufgebrummt bekam. „Da ist das Spiel gekippt“, befand er. Trotz dieser Niederlage fuhr Slawyk dennoch frohgelaunt nach Hause. Angesichts der vielen Abgänge – wie viel allein Anneke Böhmert für Klipper wert war, bewies sie allein heute mit ihren drei Toren für Alster – ist der Diplom-Sportlehrer mit dem Klassenerhalt „hoch zufrieden“. „Mit der Kombination aus Erfahrung und viel Jugend haben wir unser Saisonziel voll erreicht“, sagte Slawyk. Alster hingegen hat gerade den ersten schweren Schritt in Richtung Saisonziel getan. Dass sie im Halbfinale nun ausgerechnet auf die vor Saisonbeginn von ihnen als Meisterschaftsfavoriten angegebenen Frauen von Rot-Weiss Köln treffen, ist den Alsteranerinnen inzwischen egal: „Wir wollen jetzt noch zwei Spiele gewinnen“, sagt Henning von Scholz. Gelänge das, wäre Alster Meister.
Torfolge im Überblick: - ---------------------------------------------
1:0 Anneke Böhmert (38. Spielminute/Strafecke) 1:1 Gylla Rau (49./Strafecke) 2:1 Anneke Böhmert (55./Strafecke) 3:1 Anneke Böhmert (68.)
Strafecken: Alster: 3 (2 Tore), Klipper: 1 (1 Tor)
Gelbe Karte: Klipper: Gylla Rau (wegen Meckerns)


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Original-Pressemitteilung
Artikel vom 20.06.2005, 12:19 Uhr
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