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Handball: (Ahrensburger TSV)
 
Pflichtsieg gegen Niendorf

Trotz miserabler zweiter Halbzeit gewannen die Oberliga-Handballer des Ahrensburger TSV ihr zweites Heimspiel gegen den Niendorfer TSV mit 36:32 (18:14) und rückten auf den fünften Tabellenplatz vor. Rechte Zufriedenheit wollte nach dem Sieg gegen den Aufsteiger jedoch nicht aufkommen. "Das war eine katastrophale zweite Hälfte", zeigte sich auch Trainer Tilo Labs wenig erfreut über das Auftreten seiner Mannschaft in den zweiten 30 Minuten.

Dabei hatte es durchaus vielversprechend begonnen. Zwar gab es auch schon zu Beginn Abstimmungsprobleme in der 6:0-Abwehr, die gegen den recht harmlosen Niendorfer Rückraum zu offensiv agierte, ohne jedoch den Körperkontakt zu suchen. Doch die Gäste konnten dies nur allzu selten in Tore ummünzen. Und durch Ballgewinne in der Abwehr kam der ATSV zunächst auch in die erste und zweite Welle, aus der einfache Treffer erzielt werden konnten. Nach 20 Minuten führten die Stormarner bereits mit 14:8 und alles sah nach einem deutlichen Erfolg aus.

Labs nutzte die Gelegenheit, um all seinen Akteuren Spielanteile zu gewähren. So konnte Eigengewächs Sönke Lorkowski seine ersten Minuten Oberligaluft schnuppern und auch gleich einen Treffer zum Sieg beisteuern. Zudem stellte der Coach auch die Abwehr vorübergehend auf die 5:1-Variante mit Danny Farell auf der vorgezogenen Position um. Allerdings gelang es den Schlossstädtern nicht, ihren Vorsprung weiter auszubauen. In einer Auszeit knapp eine Minute vor Ende der ersten Hälfte versuchte Labs, wieder etwas Ordnung ins ATSV-Spiel zu bekommen. Doch statt im Angriff den Treffer zum 19:13 zu erzielen, kassierte die Labs-Sieben zwei Sekunden vor dem Abpfiff noch das 14:18 durch einen direkt verwandelten Neunmeter.

Nach dem Seitenwechsel konnten die Ahrensburger zunächst noch einmal auf 25:18 erhöhen (42. Minute). Doch damit hatten sie ihr Pulver offensichtlich auch verschossen. Nach dem 26:19 eine Minute später erzielte der ATSV sechs Minuten lang keinen einzigen Treffer und kassierte selbst derer fünf. Vor allem die Defensivarbeit schienen die Ahrensburger zwischendurch gänzlich aufgegeben zu haben, obwohl Labs den Trainingsschwerpunkt in der Woche darauf gesetzt hatte. Aber auch im Angriff hakte es nun. Neun Fehlwürfe und sechs technische Fehler, von denen zwei sogar vollkommen ohne Not waren, leistete sich die Labs-Sieben allein nach Wiederanpfiff. Und der NTSV kämpfte aufopferungsvoll um seine Chance, vielleicht doch einen zählbaren Erfolg zu erzielen. So wurde es in den letzten zehn Minuten der Partie noch einmal kurzzeitig spannend. Zwar kamen die Gäste niemals näher als auf zwei Treffer heran, aber die Hausherren konnten sie bis wenige Minuten vor dem Ende auch nicht endgültig abschütteln. Erst eine Minute vor Ultimo erhöhte der ATSV noch von 34:32 auf 36:32 und machte damit den Sieg endgültig perfekt.

"Vor allem die Rückwärtsbewegung hat mir überhaupt nicht gefallen", beklagte sich Labs. "Vorne machen wir trotz Luft nach oben wieder 36 Tore, aber hinten sind wir die Schießbude der Liga. Daran müssen wir jetzt 14 Tage arbeiten." Denn nach dem eher leichten Auftaktprogramm warten nun weitaus größere Aufgaben auf die Ahrensburger. Und will der ATSV im Spiel bei der SG Hamburg-Nord in knapp zwei Wochen bestehen, muss eine deutliche Steigerung her.

Aufstellung Ahrensburg (Tore/Siebenmeter): Alexander Rath (8 Paraden), Raphael Orth (6 Paraden) - Christoph Palder (10/4), Danny Farell, Ingolf Gonschorek (je 5), Markus Fraikin (4), Robin Hoth, Philipp Köhler, Roman Judycki (je 3), Christoph Strubel (2), Sönke Lorkowski (1), Christoph Reetz, Said Evora, Carsten Moritzen (n. e.).

Niendorf: David Reimer, Matthias Nagl - Lasse Bahlburg (8/1), Lennart Bahlburg (7/1), Maximilian Schneider, Christian Schulz (je 4), Benjamin Knoefel (3), Niels Timm, Marco Kuhnke (je 2), Mirco Swarat, Daniel Ernst (je 1), Mathias Sander, Thorsten Iffland, André Huschke.

Schiedsrichter: Jan Eelbo, Arnd Lichtenfeld.

Siebenmeter: 4/4 : 2/2.

Zeitstrafen: 3:5 (Evora 43., 52., Judycki 53. - Sander 40., 56., Swarat 43., 54., Lasse Bahlburg 53.)

Rote Karte: Reetz (ATSV, 49., wegen gesundheitsgefährdender Regelwidrigkeit).

Spielverlauf: 1:0 (3. Minute), 1:1 (3.), 3:1 (5.), 5:3 (8.), 5:4 (8.), 7:4 (9.), 8:5 (11.), 8:7 (11.), 11:7 (14.), 11:8 (14.), 14:8 (20.), 15:9 (21.), 15:11 (25.), 17:11 (26.), 18:12 (28.), 18:14 (30.) - 18:15 (31.), 19:16 (32.), 22:16 (37.), 22:18 (40.), 25:18 (42.), 26:19 (43.), 26:24 (48.), 27:24 (49.), 34:31 (58.), 34:32 (58.), 36:32 (59.).


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Autor: mafr
Artikel vom 28.09.2009, 11:07 Uhr
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