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Handball: (Ahrensburger TSV)
 
36 Tore reichen nicht zum Sieg

Stolze 36 Tore erzielten die Oberliga-Handballer des Ahrensburger TSV in ihrer Auswärtspartie bei der SG Hamburg-Nord. Weil sie aber zugleich noch fünf Treffer mehr zuließen, mussten sie am Ende trotzdem eine schmerzliche 36:41 (20:20)-Niederlage hinnehmen und fielen in der Tabelle vom fünften auf den siebten Rang zurück. "Wir hatten uns in erster Linie vorgenommen, gut in die Rückwärtsbewegung zu kommen, um so die schnelle Mitte und die zweite Welle der SG zu verhindern", erklärte Trainer Tilo Labs. "Doch das ist uns leider nicht gelungen." 13 Tore kassierte die Ahrensburger aus den Schnellangriffen der Hausherren, während sie selbst mit diesem taktischen Mittel lediglich drei Mal erfolgreich waren.

Dass es am Ende die bisher torreichste Partie der gesamten Oberligasaison werden sollte, deutete sich schon früh an. Die Stormarner liefen zunächst einem kleinen Rückstand hinterher, auch weil Roman Judycki zwei Mal nur den Pfosten traf. Doch nach sechs Minuten glichen sie bereits zum 4:4 aus. Vier Gegentore in Folge in nur zwei Minuten veranlassten Labs dann zu einer sehr frühen Auszeit, in der er offensichtlich die richtigen Worte fand. Denn nun entwickelte sich eine muntere Partie, in der die Schlossstädter auf Augenhöhe mitspielten und sich Tor um Tor wieder heran kämpften. Nach 20 Minuten war der Ausgleich hergestellt und drei Minuten später lag die Labs-Sieben dann sogar selbst mit zwei Toren in Führung. Diese Führung konnte der ATSV jedoch nicht in die Pause retten. Sieben Treffer fielen alleine in den letzten drei Minuten der ersten Hälfte, was am besten verdeutlicht, dass beide Mannschaften nicht allzu viel Wert auf ihre Abwehrarbeit legten.

Die Hausherren reagierten und versahen nun Rückraumspieler Christoph Palder mit einer engen Deckung. Und obwohl die Ahrensburger mehrere Lösungen für dieses Problem noch in der Woche intensiv trainiert hatten, kamen sie mit dieser Deckungsvariante des Gegners nicht zurecht. Sieben der insgesamt nur acht technischen Fehler produzierte der ATSV in den zweiten 30 Minuten. Hinzu kam, dass die Labs-Schützlinge diverse klare Torchancen vergaben. "Obwohl ich im Angriff viele positive Ansätze gesehen habe, ist auch da noch großes Potenzial vorhanden", kritisierte Labs.

Und nachdem Alexander Rath in der ersten Halbzeit noch sicherer Rückhalt seines Teams gewesen war und einige "Hundertprozentige" pariert hatte, brachten die beiden Ahrensburger Keeper zusammen in Halbzeit zwei nur noch drei Mal ihre Hände an den Ball. "Leider haben unsere Torhüter nicht zurück ins Spiel gefunden", so Labs.

Nach 38 Minuten konnte der ATSV zum letzten Mal den Ausgleich zum 23:23 herstellen, dann zogen die Gastgeber langsam davon. Nach 46 Minuten betrug der Abstand zum ersten Mal fünf Tore. Drei Minuten vor Schluss war er sogar auf sieben Treffer angewachsen. Erst dann konnten die Ahrensburger noch etwas Ergebniskorrektur vornehmen.

Labs bleiben nun drei Wochen Zeit, um an den Defiziten zu arbeiten. Erst am 1. November folgt mit der Heimpartie gegen den Barmstedter MTV die nächste Aufgabe.

Aufstellung Ahrensburg (Tore/Siebenmeter): Alexander Rath (9 Paraden), Raphael Orth (2 Paraden) - Christoph Palder (9/3), Markus Fraikin (6/1), Christoph Strubel (5), Ingolf Gonschorek (4), Philipp Köhler, Robin Hoth, Roman Judycki (je 3), Danny Farell, Christoph Reetz, Said Evora (je 1), Carsten Moritzen (n. e.).

Hamburg-Nord: Sebastian Kühne, Benjamin Schröder - Nils Becker (11/4), Ole Werner (8/5), Florian Borowski (7), Andreas Finnberg, Sebastian Bütow (je 4), Tiemo Wiechmann, Per Becker (je 2), Stephan Finnberg, Alexander Zielske, Kolja Jessen (je 1), Alexander Bär.

Schiedsrichter: Klaus-Peter Schmidt, Harald Schulz (HG Norderstedt).

Siebenmeter: 9/9 : 4/4.

Zeitstrafen: 4:2 (A. Finnberg 37., Becker 47., Zielske 56, Werner 60. - Palder 38., 42.)

Spielverlauf: 1:0 (1. Minute), 1:1 (2.), 2:2 (3.), 4:2 (4.), 4:4 (6.), 8:4 (8.), 9:5 (9.), 9:7 (10.), 10:7 (10.), 12:9 (13.), 12:11 (15.), 13:11 (16.), 14:12 (18.), 14:16 (23.), 15:17 (25.), 17:17 (28.), 19:19 (29.), 19:20 (29.), 20:20 (30.) - 21:21 (34.), 23:21 (34.), 23:23 (38.), 25:23 (40.), 26:24 (41.), 26:25 (42.), 30:25 (46.), 35:30 (52.), 35:31 (53.), 38:31 (57.), 38:33 (58.), 40:33 (59.), 40:34 (59.), 41:34 (60.), 41:36 (60.).


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Autor: mafr
Artikel vom 12.10.2009, 10:41 Uhr
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