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Handball: (Ahrensburger TSV)
 
Höchste Saisonniederlage in Norderstedt

Die Oberliga-Handballer des Ahrensburger TSV haben ihr letztes Vorrundenspiel beim Regionalliga-Absteiger HG Norderstedt verloren. Gegen den Tabellendritten unterlag das Team von Trainer Tilo Labs auch in der Höhe verdient mit 26:36 (11:15) und war dabei chancenlos. Am Ende ergaben sich die Gäste sogar in ihr Schicksal. "Wir haben im Angriff zu schnell und unvorbereitet den Abschluss gesucht und sind dadurch von den Gegenstößen der Norderstedter überrannt worden", ärgerte sich Labs, der kurzfristig wegen beruflicher Pflichten auf Rückraumspieler Christoph Strubel verzichten musste. "Schon in der ersten Halbezeit haben wir acht Gegentreffer aus der ersten Welle kassiert."

Dabei hatten sich die Stormarner einiges vorgenommen und wollten vor allem die starke rechte Seite der HGN ausschalten. Das gelang zwar auch phasenweise, doch im Angriff fand die Labs-Sieben wie schon öfter in dieser Spielzeit keine Lösung gegen die agile 5:1-Deckung der Gastgeber.

Von Anfang an liefen die Schlossstädter einem Rückstand hinterher, standen aber nach einigen Minuten besser in der Defensive und hielten die Partie eine ganze Weile offen. Zwei Minuten vor dem Halbzeitpfiff vergab der ATSV bei einem Tempogegenstoß die große Möglichkeit, wieder auf 12:13 heranzukommen und kassierte stattdessen gleich im Gegenzug den Treffer zum 11:14. Hätte sich nicht Alexander Rath im Kasten der Ahrensburger drei Mal vom Siebenmeterpunkt nicht überwinden lassen, hätte der Rückstand zur Pause auch noch höher ausfallen können. Allerdings vergaben auch die Ahrensburger vorne klarste Torchancen und scheiterten immer wieder am starken Keeper Sven Meyer.

Mit den besten Vorsätzen ging es in die zweiten 30 Minuten, doch die Pausenansprache von Labs tat keine Wirkung. Drei Treffer der Hausherren in Serie direkt nach Wiederanpfiff ließen die HGN auf sieben Tore enteilen. Und dieser Vorsprung hatte in der Folgezeit lange Bestand.

Mit einer 4:2-Deckung und auch einem zweiten Kreisläufer im Angriff versuchte Labs noch einmal die Wende, aber auch dieses Experiment schlug fehl. Und auch eine letzte Auszeit neun Minuten vor Schluss brachte den ATSV nicht zurück in die Spur. Im Gegenteil: Nachdem die Ahrensburger 50 Minuten ohne Hinausstellung ausgekommen waren, kassierten sie in der verbleibenden Spielzeit noch fünf Zwei-Minuten-Strafen und hatten in teilweise dreifacher Unterzahl keine Chance mehr, den Abstand noch zu verringern. Die HGN erhöhte den Vorsprung auf zehn Tore und hielt diesen sicher bis zum Schluss. Und so überwintern die Labs-Schützlinge mit nur acht Pluspunkten auf Platz neun der Tabelle.

Aufstellung Ahrensburg (Tore/Siebenmeter): Alexander Rath (8/2 Paraden), Raphael Orth (3 Paraden) - Danny Farell (9/4), Christoph Palder (6/1), Philipp Köhler, Roman Judycki (je 3), Markus Fraikin, Said Evora, Robin Hoth, Christoph Reetz, Ingolf Gonschorek (je 1), André Peter.

HG Norderstedt: Sven Meyer (1.-60.), Nils Frenzel - Thiemo Fraatz, Johannes Laskawy, Ole Werner (je 6), Tim Conring (6/1), Maximilian Holz (4), David Caballero, Dennis von Seelen (je 3), Jan Beermann, Hagen Kröger, Ewgenij Ryzh (je 1), Christian Sörensen, Heiko Peters.

Schiedsrichter: Manuel Colpo, Lars Meyer (Niendorfer TSV).

Siebenmeter: 4/1 : 6/5 (von Seelen übers Tor, Rath pariert gegen von Seelen und Caballero - Palder scheitert an Meyer).

Zeitstrafen: 3:5 (Caballero 24., Werner 47., Holz 50. - Evora 50., 57., Peter 55., 58., Palder 55.).

Spielverlauf: 1:0 (1. Minute), 1:1 (4.), 4:1 (7.), 4:3 (10.), 7:3 (12.), 7:5 (15.), 9:5 (17.), 9:7 (20.), 10:8 (21.), 12:8 (22.), 12:10 (26.), 13:11 (27.), 15:11 (30.) - 18:11 (33.), 30:23 (50.), 30:24 (51.), 34:24 (54.), 36:26 (60.).


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Autor: mafr
Artikel vom 15.12.2009, 10:32 Uhr
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