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Handball: (Ahrensburger TSV)
 
Auswärts zum Sieg "gemumpelt"

Mit dem letzten Aufgebot haben die Oberliga-Handballer die Auswärtshürde beim TV Fischbek gemeistert. "Wir haben richtig schön gemumpelt", freute sich Spielmacher André Peter und meinte damit das lange Ausspielen der Angriffe und das konsequente Warten auf eine gute Wurfchance. Mit 33:30 (16:14) setzten sich die Stormarner durch und rückten in der Tabelle einen Spieltag vor Saisonende wieder auf den siebten Rang vor.

Spielertrainer Roman Judycki, der nach seiner Roten Karte im letzten Spiel für zwei Partien gesperrt wurde, konnte diesmal nur auf der Tribüne Platz nehmen. Für ihn übernahm Kotrainer Florian Schmidt das Ruder an der Seitenlinie, der jedoch in der zweiten Halbzeit auch noch selbst aktiv werden musste, weil Torhüter Alexander Rath im Urlaub war. Unterstützt wurde Schmidt von Carsten Moritzen, der sich noch von den Folgen einer Lebensmittelvergiftung erholt. Ebenfalls nicht mit von der Partie waren Haupttorschütze Christoph Palder (Urlaub), Christoph Reetz (Bänderverletzung) und Danny Farell, dessen Kopf beim Abschlusstraining am Freitag nach einer Rettungsaktion beim Fußballspielen unfreiwillig Bekanntschaft mit der Querlatte gemacht hatte. Die Wunde musste mit mehreren Stichen genäht werden und verhinderte einen Einsatz am Sonnabend. Und so standen gerade einmal sieben Feldspieler auf dem Spielberichtsbogen.

Als der ATSV dann gegen den Tabellenvorletzten, der noch eine Minimalchance auf Umgehung der Relegation um den Klassenerhalt hatte, nach 12 Minuten mit 2:6 hinten lag, schwante Judycki auf der Tribüne bereits Böses. Vor allem im Angriff haperte es in den Anfangsminuten und die Ahrensburger suchten häufig zu schnell den Abschluss. Doch die Gäste rissen sich zusammen, agierten in der Folge in der Offensive geduldiger, schafften so bereits vier Minuten später den Ausgleich zum 7:7 und lagen in der 19. Minute erstmals mit 9:8 vorne. Die Hausherren legten noch einmal nach und eroberten sich eine 11:9-Führung, die der ATSV jedoch mit drei Treffern in Serie wettmachte und sich selbst bis zum Pausenpfiff eine Zwei-Tore-Führung erspielte.

Eine Zwei-Minuten-Strafe gegen Robin Hoth direkt mit dem Halbzeitsignal sorgte nach dem Wiederanpfiff dafür, dass die Fischbeker erneut durch vier Tore in Folge mit 18:16 in Führung gehen konnten. Der ATSV ließ sich weder dadurch noch durch die Manndeckung gegen Peter beirren und blieb im Spiel. Nun übernahm die Judycki-Sieben selbst wieder die Führung, ließ nach 47 Minuten zwar noch einmal den Ausgleich zum 25:25 hin, zog mit vier Toren in Serie aber dann auf 29:25 davon. In den Schlussminuten öffnete Fischbek die Deckung und kam so noch zu einigen leichten Ballgewinnen. Am Sieg der Schlossstädter konnte das aber nichts mehr ändern.

Erfreulich war neben dem Sieg, dass alle Spieler in dieser personellen Ausnahmesituation Verantwortung übernahmen und sich die Tore fast gleichmäßig auf alle Akteure verteilten.

Aufstellung Ahrensburg (Tore/Siebenmeter): Raphael Orth, Florian Schmidt - André Peter, Markus Fraikin (je 6), Christoph Strubel, Said Evora, Ingolf Gonschorek (je 5), Philipp Köhler (5/1), Robin Hoth (1).

TV Fischbek: Florian Kessenich, Sven Tobuschat - Marius Kabuse (9/3), Felix Goss (7), Dustin Misiak (4), Jan Kessler, Denis Littmann (je 3), Daniel Pohlmann (2), Peter Misiak, Yannic Voss (je 1), Azeez Oyewusi, Bennet Mühe, Lars Heber.

Schiedsrichter: Rainer Borbet, Kay Löffler (Halstenbeker TS).

Siebenmeter: 5/3 - 2/2 (Orth pariert zweimal).

Zeitstrafen: 3:3 (Kabuse 28., Pohlmann 38., Heber 48. - Hoth 30., Evora 42., 53.).

Spielverlauf: 1:0 (2.), 1:1 (4.), 5:1 (9.), 6:2 (10.), 6:5 (13.), 7:5 (14.), 7:7 (16.), 8:7 (17.), 8:9 (19.), 11:9 (21.), 11:12 (24.), 12:13 (26.), 13:13 (26.), 13:16 (29.), 14:16 (30.) - 18:16 (33.), 19:17 (36.), 19:19 (39.), 20:19 (39.), 20:21 (41.), 21:21 (42.), 21:23 (43.), 23:25 (46.), 25:25 (47.), 25:29 (52.), 27:29 (54.), 27:31 (56.), 28:32 (57.), 30:32 (60.), 30:33 (60.).


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Autor: mafr
Artikel vom 12.04.2010, 11:03 Uhr
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